Freies Gestalten mit Gips - experimentell

Der direkte Aufbau mit Gips interessiert immer mehr. Das schnelle, aufbauende Arbeiten scheint dem heutigen Trend zu entsprechen. Spielerisch und experimentell lassen sich verschiedenste Materialien mit Gips verbinden und ergeben diese weissgetünchten, fast synthetischen Gebilde. Auch bei grossformatigen Arbeiten wird der direkte Aufbau mit Gips aus praktischen Gründen oft angewendet.

Thema der Woche:
Wenn man eine Bronzegiesserei oder die Werkstatt eines Grabsteinbildhauers besucht, stösst man oft auf staubige Gipsformen, die die menschliche Figur und heroische oder religiöse Themen darstellen. Seit der Antike, und bis ins späte Neunzehnte Jahrhundert, wurde Gips als vorübergehender Stoff oder Zwischenmaterie angewendet, insbesondere für die Herstellung von Schalen oder Entwürfen, die später kopiert und in Stein gehauen oder in Bronze gegossen wurden.
Rodin war einer der ersten, der die Ausdrucksmöglichkeiten des Gipses, diese durch Brennen von Kalziumsulfat erzeugte geisterhafte weisse und zerbrechliche Materie, erforschte. Zeitgenössische Bildhauer wie Brancusi, Moore, Segal, Agostini, Kapoor und Twombly, haben, durch Direktarbeit, dem Gebrauch von Gips erneuten Schwung eingeprägt, ähnlich wie bei der "Taille directe" in der Steinbildhauerei. Anhand dieser einfach formbaren und schnell haftenden Materie werden wir, im Laufe dieser Kurswoche, die verschiedenen Methoden der direkten und raschen Schöpfung untersuchen.

Dieser Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet!

Kurse:

08. - 13. 07. 2012

Freies Gestalten mit Gips

Nick Micros
740,00 CHF 
Freies Gestalten mit Gips
Gipsabguss der eigenen Hände